Studie: Luxus tritt auf die Bremse

©NoName_13 @pixabay

Verlangsamt

Die Studie „The State of Fashion: Luxury“ von McKinsey & Company und The Business of Fashion zeigt, dass der globale Luxusmodemarkt von 2019 bis 2023 zwar jährlich um 5 Prozent gewachsen ist. Dieses Wachstum wurde aber hauptsächlich durch Preiserhöhungen erzielt, die 80 Prozent des Zuwachses ausmachten. Besonders Lederwaren und Schmuck wiesen hohe Wachstumsraten auf, da sie vermehrt als Investitionsgüter nachgefragt wurden. Laut dem Bericht trugen die USA und China wesentlich zum globalen Wachstum bei, mit einem Anteil von 30 bzw. 40 Prozent. Megabrands wie LVMH, Hermès und Richemont dominierten die Branche, indem sie ihre Preise erhöhten und ihre Marktpräsenz ausweiteten. Gleichzeitig führten diese Strategien jedoch zu einer Schwächung der Exklusivität und einer Abnahme der Innovationskraft.

WERBUNG

Seit 2024 ist eine Verlangsamung des Wachstums zu beobachten. Wirtschaftliche Unsicherheiten, insbesondere in China, und sinkende Verbraucherausgaben belasten den Markt. Zudem kritisiert der Bericht mangelnde Innovation bei Produkten, die Preissteigerungen rechtfertigen sollten. Für die Jahre 2025 bis 2027 prognostiziert der Bericht ein globales Wachstum von 1 bis 3 Prozent pro Jahr. Kategorien wie Lederwaren und Schmuck sollen weiterhin am stärksten wachsen, mit jährlichen Zuwachsraten von 4 bis 6 Prozent. Künftiges Potenzial sieht der Bericht in Märkten wie Indien und dem Mittleren Osten. Die Studie betont, dass die Luxusbranche langfristige Strategien priorisieren müsse, um ihre Relevanz zu sichern.